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Nachhaltigkeit deutscher Schulen

Warum wir jetzt Zukunftsräume schaffen müssen.
Nachhaltigkeit deutscher Schulen
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Autor: Andrè Eichelbaum

Die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte sind gewaltig: Klimakrise, gesellschaftliche Spannungen, wachsende Ungleichheiten und ein tiefgreifender Wandel unserer Lebens- und Arbeitswelt. Junge Menschen spüren diese Entwicklungen längst und sie fragen sich, ob sie von der Schule ausreichend darauf vorbereitet werden. Die Forschung der letzten Jahre zeigt, dass der Wunsch nach einer Schule, die Nachhaltigkeit nicht nur thematisiert, sondern lebt, immer stärker wird. Eine Schule, die Kinder und Jugendliche befähigt, die Zukunft aktiv mitzugestalten.

Nachhaltigkeit – nur ein Feigenblatt?

Der Nachhaltigkeitswissenschaftler Jorrit Holst bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Nachhaltigkeit ist so vielmehr eine Art Kompass, eine Orientierung für das gesellschaftliche und eben auch schulische Handeln.“ Damit beschreibt er einen Paradigmenwechsel, der über klassische Unterrichtsinhalte weit hinausreicht. Nachhaltigkeit ist nicht einfach ein weiteres Thema unter vielen anderen, sondern eine Haltung, die den gesamten Schulalltag durchdringen muss – von der Art, wie Entscheidungen getroffen werden, bis hin zur Frage, wie Lernräume gestaltet sind.

Wo bleibt die Perspektive?

Doch wie sieht die Realität derzeit aus? Laut Holsts bundesweiter Erhebung unter rund 3.000 Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ist die im Alltag tatsächlich erlebte Nachhaltigkeit „noch ziemlich ausbaufähig“. Zwar gibt es Projekte, Initiativen oder einzelne engagierte Lehrkräfte – doch von einem flächendeckenden Ansatz, der Nachhaltigkeit strukturell verankert, sind viele Schulen weit entfernt. Auch die bildungspolitische Landschaft zeigt ein ambivalentes Bild: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) taucht in vielen Strategien, Koalitionsverträgen und Leitlinien auf, wird dort aber häufig nur als ergänzender Baustein benannt, nicht jedoch als verbindliche Leitperspektive. Holsts Auswertung des Nationalen BNE-Monitorings zeigt, dass es zwar „im Mainstream angekommen“ ist, jedoch oft im Modus eines „Add-ons“ verbleibt – ein zusätzliches Angebot, das nicht in der Tiefe wirkt.

Diese fehlende strukturelle Verankerung hat spürbare Folgen: Viele Jugendliche berichten, dass sie sich über das aktuelle Bildungssystem nicht ausreichend vorbereitet fühlen, auf die großen Probleme unserer Zeit zu reagieren. Studien wie die von Grund & Brock (2022) zeigen, dass sich junge Menschen deutlich mehr Raum, Zeit und konkrete Lerngelegenheiten für Zukunftskompetenzen wünschen. Auch Lehrkräfte empfinden BNE häufig als sinnvoll und notwendig, werden aber durch hohe Arbeitsbelastung, enge Curricula und fehlende Ressourcen ausgebremst.

Wie lernen wir Nachhaltigkeit?

Gleichzeitig belegen Holsts Ergebnisse eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn Nachhaltigkeit nicht nur thematisiert, sondern täglich greifbar wird. „Wenn Nachhaltigkeit im Alltag von Schule erlebt wird, dann hat das substanzielle Effekte auf das Lernen von Schülerinnen und Schülern“, erklärt er. Kinder und Jugendliche berichten von einer deutlich höheren Motivation, größerer Selbstwirksamkeit und davon, dass sie ihr eigenes Handeln – innerhalb und außerhalb der Schule – als nachhaltiger erleben.

Damit rückt ein Gedanke in den Mittelpunkt, der leicht übersehen wird: Schule ist ein Erfahrungsraum. Das, was dort sichtbar, spürbar oder erlebbar ist, prägt Identität und Haltungen weit stärker als ein einzelnes Unterrichtsmodul. Genau deshalb fordert Holst einen „Whole School Approach“, bei dem Nachhaltigkeit in allen Bereichen gelebt wird – im Unterricht, in der Schulkultur, in der Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, im Schulmanagement und in der Gestaltung des Gebäudes. „Im Kern geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler über ihren Alltag an der Schule in die Lage versetzt werden, eine nachhaltigere Zukunft mitgestalten zu können.“

Wer gibt uns Raum für die Zukunft?

An diesem Punkt wird deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine pädagogische, sondern auch eine räumliche Aufgabe ist. Denn Räume beeinflussen die Bildung maßgeblich. Sie bieten die Umgebung, in der Werte vermittelt werden und laden zu bestimmten Formen des Lernens ein – bzw. schließen andere aus. Die niederländische Bildungsarchitektin Rosan Bosch fasst diesen Zusammenhang eindrücklich zusammen: „Denn die physische Umgebung, die uns umgibt, hat einen enormen Einfluss darauf, wie wir handeln, interagieren, lernen oder uns fühlen.“

Wenn Nachhaltigkeit ein Kompass für Schule sein soll, müssen die Räume selbst diesen Kompass sichtbar machen. Das beginnt bei nachhaltigen Materialien, energieeffizienten Lösungen und langlebigen Möbeln, geht aber weit darüber hinaus. Zukunftsorientierte Lernräume sind flexibel, offen, gemeinschaftsorientiert und auf Selbsttätigkeit ausgelegt. Sie fördern Partizipation, ermöglichen projektorientiertes Arbeiten, schaffen Platz für Naturerfahrung oder Reparaturkultur und stärken damit zentrale Nachhaltigkeitskompetenzen – oft ganz ohne Worte.

Zukunftsorientiert beschaffen heißt langfristig denken

Nachhaltigkeit in Bezug auf Schulmobiliar bedeutet jedoch nicht, möglichst günstig einzukaufen, sondern bewusst auf Qualität, Verarbeitung und Langlebigkeit zu achten. Lange Garantiezeiten, verfügbare Ersatzteile und reparierbare Schulmöbel sind zentrale Kriterien, wenn Nachhaltigkeit mehr sein soll als ein Schlagwort. In öffentlichen Ausschreibungen steht derzeit häufig noch der Preis im Vordergrund, während Qualität oder partizipative Konzepte nur eine untergeordnete Rolle spielen. Diese Kurzsichtigkeit konterkariert die Ziele einer zukunftsfähigen Schule.

Das bekannte Prinzip „Wer billig kauft, kauft doppelt“ trifft im Kontext schulischer Ausstattung besonders zu, weil Investitionen in Bildung auch Investitionen in unsere gesellschaftliche Zukunft bedeuten. Genau hier braucht es ein Umdenken – sowohl in der Beschaffungspraxis als auch in der Vergabe von Budgets. Statt kurzfristiger Einsparungen braucht es einen langfristigen Ansatz, der ökologische, pädagogische und wirtschaftliche Aspekte zusammendenkt.

Jetzt die Entscheidungen für die Zukunft fällen!

Für Lehrkräfte und Eltern bedeutet das: Nachhaltigkeit an Schulen lässt sich nicht allein in Unterrichtsreihen, Workshops oder Aktionstagen verwirklichen. Sie entsteht dort, wo Kinder Tag für Tag erleben, dass Zukunft gestaltbar ist. Wo sie sehen, dass ihre Schule Räume schafft, in denen Mitwirkung erwünscht ist. Wo sie spüren, dass ihre Gegenwart und ihre Zukunft ernst genommen werden.

Die nächsten Jahre werden entscheidend sein. Wenn Schulen Orte werden sollen, die Kinder und Jugendliche befähigen, die Herausforderungen ihrer Zeit anzupacken, braucht es Mut zur Veränderung: politisch, pädagogisch – und räumlich. Nachhaltigkeit ist keine Zusatzaufgabe. Sie ist unsere gemeinsame Zukunftsaufgabe. Und sie beginnt genau dort, wo wir bereit sind, Schulen so zu gestalten, dass sie Zukunft atmen.

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FLS Lernräume GmbH

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